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„Ungeachtet der Proteste aus der Nachbargemeinde Puchheim hat der Eichenauer Gemeinderat die Errichtung eines Funkmast für den Digitalfunk der Behörden befürwortet.“
(Merkur-Online vom 03.03.2010)

Neue Rubrik:
Sammlung der häufigiger Irrtümer
zum Thema „Mobilfunk“

„Wertverlust durch Mobilfunk? Eigentümer-Verband spürt deutlich, dass Antennen den Wohnwert der Immobilie verschlechtern."
Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 19.04.2002,
lesen auf www.sueddeutsche.de, abgerufen am 15.05.2010

„Die Gemeinden dürfen und sollten durchaus selbstbewusster auftreten, wenn es um die Ansiedlung neuer Basisstationen des Mobilfunks auf ihrem Gebiet geht. Ihnen wurde in neuer Rechtsprechung der Rücken gestärkt, „Antennenwildwuchs“ und „Verspargelung“ planerisch entgegenzutreten.“
RA Dr. Wolf Herkner
Quelle: www.stadt-fuessen.de, abgerufen am 17.05.2010

Ist wirklich ein weiterer Funkmast in Eichenau nötig?

Es dürfte doch jedem einleuchten, das es nicht sinnvoll sein kann, für jeden Funkdienst eigene Masten aufzustellen. Wie sähe sonst die Landschaft in Zukunft aus? Man baut doch auch nicht für jeden Autohersteller eigene Strassen!

Ein 37-Meter-Mobilfunkmast des Betreibers VODAFONE dürfte bald – trotz gerichtlich anerkannter Landschaftsbeeinträchtigung – auf der Emmeringer Leite in Sichtweite des beschlossenen TETRA-Standorts entstehen. Den hält der Eichenauer Bürgermeister ebenfalls „aus Eichenauer Sicht für vergleichsweise geeignet“. Zusätzlich findet jetzt auch noch ein TETRA-Mast gleich nördlich der Bahn in unmittelbarer Nähe des „Wohnparks Roggenstein“ der Gemeinde Puchheim die vorauseilende Zustimmung des Eichenauer Gemeinderates.

Darf eine Kommune ungestraft das Thema „Mobilfunk“ dem freien Spiel des Marktes überlassen? Dann „regeln“ nur die Mobilfunk-Grenzwerte den Antennenwald.

Was dabei herauskommt, zeigt der Wildwuchs in unserer Gemeinde:


Mobilfunkstandorte Eichenau auf einer größeren Karte anzeigen

Man fragt sich, ob die gewählten Volksvertreter ihren Pflichten ausreichend nachkommen, wenn kirchturmhohe Gittermasten im Abstand von wenigen hundert Metern in die Landschaft gerammt werden dürfen. Der Bürger erwartet zu Recht, dass die Lokalpolitiker nicht mit dem Hinweis auf „übergeordnete Interessenslagen“ das eigene Denken einstellen und sich tatenlos zurücklehnen. Die Gemeinden sind nicht nur für die Bauleitplanung zuständig, sondern ebenso verantwortlich für eine sinnvolle Steuerung der Infrastruktur – auch im Funkbereich.

Liebe Politiker: Bitte sorgt dafür, dass – wenn schon Funkstandorte im Außenbereich entstehen – auch alle Funkdienste darauf konzentriert und die Wohngebiete senderfrei werden. Das rät schon der gesunde Menschenverstand, denn: Wo die Antenne steht, sind auch die Immobilienwerte im Keller!

Damit die Gartenstadt Eichenau nicht zur
Mastenstadt Eichenau verkommt!